10. Juli 2026
151 Zehntklässler feiern ihren Abschluss an der Gesamtschule Emmerich
Unter dem Motto „Better late than never, but never late is better“ verabschiedete die Gesamtschule Emmerich ihren zehnten Abschlussjahrgang. Insgesamt erhielten 151 Schülerinnen und Schüler ihre Abschlusszeugnisse und feierten gemeinsam mit Familien, Freunden und Lehrkräften.
Die Feier begann mit der Zeugnisübergabe in der Aula, moderiert von Louisa Hilger und Angelo Klossek. Für die musikalische Begleitung sorgte Yağmur Kocabey am Klavier. Anschließend verlagerte sich das Geschehen auf den Schulhof, der sich in einen Ort der Begegnung und der Erinnerung verwandelte. Bei einem Rundgang mit kühlen Getränken warteten Schultüten, Jahrbücher und kleine Überraschungen auf die Jugendlichen. Für das leibliche Wohl sorgte der in Emmerich bekannte Hașim Yıldırım mit seinem Hähnchenwagen. Den Erlös aus dem Verkauf von Pommes und Currywurst spendet er an das Gambia-Projekt.
Das Abschlussmotto zog sich wie ein roter Faden durch die Schulzeit. „Better late than never“ – besser spät als nie – steht für einen Jahrgang, der gelernt hat, dass nicht jeder Lebensweg geradlinig verläuft. Erfolg braucht manchmal Geduld, Ausdauer und den Mut, auch nach Rückschlägen weiterzumachen. Gleichzeitig erinnert der zweite Teil des Mottos – „…but never late is better“ – daran, Chancen rechtzeitig zu nutzen, Verantwortung zu übernehmen und zuverlässig den eigenen Weg zu gehen.
Schulleiterin Kristin Pohl und Bürgermeisterin Claudia Lindlahr griffen genau dieses Motto in einem Dialog auf. Sie erinnerten an den besonderen Start des Jahrgangs während der Coronapandemie, der die Schülerinnen und Schüler bereits zu Beginn vor Herausforderungen stellte und blickten gemeinsam mit den Absolventinnen und Absolventen in die Zukunft. Besonders hob Pohl hervor, dass 92 der 151 Schülerinnen und Schüler einen höheren Schulabschluss erreicht haben, als ihnen nach der Grundschule prognostiziert worden war. Lindlahr ermutigte die Jugendlichen, ihren eigenen Weg weiterzugehen, sich nicht von Rückschlägen entmutigen zu lassen und stets an die eigenen Fähigkeiten zu glauben.
Auch Elternvertreterin Melanie van Ree gratulierte den Jugendlichen und dankte den Lehrkräften für ihre Unterstützung. Schülersprecher Gia Vu blickte in seiner Rede auf die gemeinsame Schulzeit zurück. Sie hätten gelernt, Gleichungen zu lösen und Präsentationen zu halten, sagte er. „Aber keiner hat uns beigebracht, wie man Abschied nimmt.“ Auf einmal sei es der letzte Stundenplan, der letzte Klingelton und das letzte Mal gekommen, dass alle als Jahrgang zusammen seien. An jede Klassenarbeit würden sie sich wohl nicht erinnern, aber an die Zeit, die sie gemeinsam verbracht hätten.
Für die besten Abschlussleistungen wurden mehrere Schülerinnen und Schüler ausgezeichnet und vom Förderverein mit einem Präsent gewürdigt. Den besten Notendurchschnitt erzielte Askin Kara (10c) mit 1,27. Es folgten Robin Termehr-Venhorst (10b) und Yasmin Ferreira Marques (10c) mit jeweils 1,33 sowie Rossel Baghdadi (10e) mit 1,42.
Für viele Absolventinnen und Absolventen führt der Weg nun in die Oberstufe, an weiterführende Schulen oder in eine Ausbildung. Wir wünschen Ihnen alles Gute für ihre Zukunft.